Dr. Claudia Veit
Fachtierärztin für Kleintiere

Dossenheimer Landstr. 48
69121 Heidelberg
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Hunde

Hunde

Molosser und zwei Möpse auf dem Parkplatz der Kleintierpraxis Dr. Veit

Mopszucht "Mopsrevier" zu Besuch in der Kleintierpraxis Dr. Veit, zwei Silbermöpse und ein Mastino Napolitano

Impfungen

Je nach Alter, Herkunft, Gesundheitszustand, Lebensumständen und individuellen Gegebenheiten brauchen Hunde Schutz vor verschiedenen Infektionskrankheiten.

Routinemäßig impfen wir Hunde gegen SHPPiLT. Gegen Staupe, Hepatitis contagiosa anis, Parvovirose,  Parainfluenza und Leptospirose wird in der achten Lebenswoche geimpft und mit zwölf und 16 Wochen wiederholt.Gegen Tollwut wird in der zwölften und 16. Woche geimpft. Mit einer Auffrischung ("Booster") zwölf Monate später, also im Alter von rund 15 Monaten, ist die sogenannte Grundimmunisierung abgeschlossen. Die weiteren Impfintervalle hängen dann u.a. von den individuellen Gegebenheiten, der aktuellen Seuchenlage, den verfügbaren Impfstoffen und den Empfehlungen des Impfstoffherstellers ab.

Obwohl Deutschland derzeit als tollwutfrei gilt, empfehlen wir weiterhin die Impfung gegen Tollwut. Für Reisen ins Ausland und die Teilnahme an Ausstellungen oder Hundesport-Veranstaltungen ist sie sowieso vorgeschrieben. Sie schützt den geimpften Hund aber auch vor der amtstierärztlich angeodneten Tötung nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier (wenn wieder mal ein ungeimpftes Tier aus dem Ausland mitgebracht wurde und die Tollwut erst hier ausbricht. Kontakttiere ohne gültige Tollwutimpfung werden dann möglicherweise getötet, um die Ansteckung von Menschen zu verhindern. Geimpfte Tiere dürfen nachgeimpft werden und bleiben lediglich unter Beobachtung.)

Zum Schutz vor Leptospirose setzen wir einen verbesserten Impfstoff mit vier statt bisher zwei Leptospiren-Arten ein (deshalb die Bezeichnung L4). Der Schutz setzt ca. 3 Wochen nach Erstimpfung und hält bis zu einem Jahr.

Bei Bedarf impfen wir Hunde auch gegen Borreliose (Lyme), Canines Herpesvirus und Leishmaniose.

 

Parasiten

Quälgeister wie Würmer, Flöhe, Zecken, Milben und Mücken sind nicht nur lästig, sondern können ernsthafte Gesundheitsprobleme verrsachen. Als Symptome treten z.B. Durchfall, Darmverschluß, Husten, Gewichtsverlust, Leistungsschwäche, Blutarmut, Juckreiz, Haarausfall, Hautausschlag und vieles mehr auf. Es können aber auch schwerwiegende Infektionskrankheiten übertragen werden. Gerade Anaplasmose, Ehrlichiose und Leishmaniose nehmen zu.

 

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Unsere Praxis ist SV-zugelassene HD-Röntgenstelle. Frau Dr. Veit ist VDH-anerkannte HD-Gutachterin und ordentliches GRSK-Mitglied.
HD (Hüftgelenksdysplasie) ist eine erblich beeinflusste Krankheit der Hüftgelenke. Vor allem große Hunderassen leiden darunter. Seriöse Zuchtvereine haben deshalb Zuchtbeschränkungen für betroffene Hunde erlassen. Zur Diagnose müssen nach bestimmten Kriterien Röntgenbilder vom narkotisierten Hund angefertigt werden. Die Aufnahmen werden dann von einem für die Rasse zuständigen Gutachter ausgewertet.

Wir kümmern uns von der schonenden Narkose über die korrekt gelagerte Röntgenaufnahme (digitales Röntgen) bis zum elektronischen Versand an die Auswertungsstelle um alles Notwendige. Vergessen Sie bitte nicht, zum Röntgentermin die Ahnentafel ("Stammbaum") und, falls vorhanden, das Röntgenformular Ihres Zuchtvereins und ggf. die Zahnkarte mitzubringen.

Andere Erbkrankheiten

Frau Dr. Scheffzek und Frau Dr. Veit sind zugelassen zur Untersuchung auf erbliche Patellaluxation. Die Untersuchung erfolgt ohne Narkose. Zum Untersuchungstermin bringen Sie bitte die Ahnentafel ("Stammbaum") mit.

In ambulanten Spezialsprechstunden können Zuchtuntersuchungen auf Herzkrankheiten und erbliche Augenkrankheiten durchgeführt werden. Frau Dr. Susanne Schlieter vom CC (Collegium Cardiologicum) und Rrau Dr. Regina Himmelsbach vom DOK (Dortmunder Kreis) haben die entsprechenden Zulassungen. Bitte bringen Sie eine Kopie der Ahnentafel ("Stammbaum") mit.

 

Hundefutter - die Qual der Wahl

Sie können Trockenfutter, Feuchtfutter, Selbstgekochtes oder BARF verfüttern. Wichtig ist, daß die altersgemäßen Ansprüche Ihres Hundes an die Versorgung mit Protein (Eiweiß), Fett, Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen erfüllt werden. Dabei sind bestimmte Bedarfswerte ebenso wie die Verhältnisse mancher Inhaltsstoffe zueinander zu beachten. Trächtige und säugende Hündinnen sowie Welpen benötigen zwingend Kohlenydrate. Maßgeblich ist dabei die absolute Nährstoffmenge, die pro Tag aufgenommen wird. Hunde sollen beispielsweise im Futter ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von rund 1,4 (1,2 bis 2,0) haben (also bis zu doppelt soviel Calcium wie Phosphor). Das Verhältnis von Rohprotein (Rp) zu verdaulicher Energie (ME) liegt idealerweise zwischen 10g und 15g Rp / MJ ME. Wir führen gern eine computergestützte Rationsberechnung für Sie durch. Das Anamneseformular dafür laden Sie einfach hier herunter und bringen es ausgefüllt zu Ihrem Termin in die Praxis mit. Bei Verwendung von Fertigprodukten benötigen wir die Produktnamen und die vollständigen Deklarationen aller Futtermittel.

Trockenfutter

Trockenfutter hat einen Wassergehalt von rund 8%. Es wird meist in Beuteln abgepackt verkauft. Es ist leicht zu lagern und zu transportieren und sehr bequem und hygienisch in der Fütterung. Insgesamt ist es wirtschaftlicher als Feuchtfutter und produziert weniger Verpackungsmüll. Die Auswahl an Trockenfuttern ist riesig: es gibt Alleinfutter, Welpen-, Junioren-, Adult- und Seniorenfutter, Futter für bestimmte Rassen (Labrador, Deutscher Schäferhund, Mops, Shih Tzu usw.), Nutzungsgruppen (Sport) und Einsatzgebiete (Gewichtsreduktion, empfindlicher Magen). Auch viele medizinische Diäten werden in Form von Trockenfutter angeboten.

Feucht- oder Dosenfutter

Der Wassergehalt von Feuchtfutter liegt zwischen 70% und 80%. Es wird meist in Dosen oder Schalen verpackt, vereinzelt auch in Plastikbeuteln oder -schläuchen angeboten. Enthaltenes Geliermittel kann zu Durchfall führen. Der Eiweißgehalt ist i.d.R. höher als bei Trockenfutter. Durch den hohen Feuchtigkeitsgehalt und die große Menge an Verpackungsmüll ist Feuchtfutter vor allem für große Hunde unwirtschaftlicher als Trockenfutter. Viele Hunde finden es jedoch schmackhafter. Wie bei Trockenfutter gibt es Feuchtfutter für unterschiedliche Zwecke: Alleinfutter, Welpen-, Junior-, Adult- und Seniorfutter, Light-Versionen zum Abnehmen und vieles mehr. Es gibt auch Dosen, die ausschließlich Fleisch enthalten und mit Beifutter (Flocken, Gemüse) gemischt werden müssen.

Fertigfutter ist eine praktische Art der Tierernährung.

Die Auswahl ist riesig, und entsprechend unübersichtlich ist der Markt. Gern überprüfen wir das Futter Ihrer Wahl mit unserem Computerprogramm "DietCheck", um festzustellen, ob die Nährstoffversorgung für Ihr Tier wirklich optimal ist.

Die richtige Ernährung kann bei der Heilung oder Linderung von Krankheiten helfen.

Bei Futtermittelallergien ist die passende Allergiediät der Schlüssel zum Erfolg. Dann sind oft gar keine Medikamente nötig. Auch bei anderen Erkrankungen sind spezielle Diäten enorm wertvoll. Bei Nierenpatienten verlängert eine proteinreduzierte Diät die Überlebenszeit. Diabetiker brauchen zuckerfreies, kohlenhydratarmes, eiweißreiches Futter. Patienten mit Bauchspeicheldrüsenproblemen profitieren von fettarmem, leicht verdaulichem Futter. Was für den einen Patienten ein Segen ist, macht den anderen krank. Achten Sie unbedingt darauf, das für Ihr Tier richtige Futter zu verwenden! Wir beraten Sie ausführlich und kompetent über die für Ihr Haustier optimal geeignete Diät. Egal ob Sie das Futter selbst zusammenstellen oder BARFen oder lieber Fertigfutter verwenden wollen.

BARF

Die Abkürzung BARF steht für "Biologisch-artgerechte Rohfütterung", im amerikanischen Original für "Biologically Appropriate Raw Food" oder auch "Bones And Raw Food". Beim BARFen werden Fleisch, Innereien, Knochen, Knorpel, Fisch, Milchprodukte, Ei, Öl, Gemüse, Obst, Sämereien, Nüsse und Kräuter ausschließlich roh verfüttert. Bei geschickter, ausgewogener Zusammenstellung ist das eine hervorragende Art, seinen Hund zu ernähren. Gut zusammengesetzte BARF-Rationen sind lecker, bekömmlich und gesund. Außerdem hat man die bestmögliche Kontrolle über die verwendeten Komponenten und kann auf nachhaltig, tiergerecht und umweltfreundlich produzierte und transportierte Nahrungsmittel achten. Für Hunde mit Futtermittelallergien ist BARFen oft der beste Weg zur Beschwerdefreiheit ohne Medikamente.

Allerdings kann man gerade beim BARFen auch sehr viel falsch machen. Viele im Internet und in Büchern oder Broschüren veröffenlichte Futterpläne sind leider so falsch, daß den entsprechend gefütterten Hunden ernsthafte, im schlimmsten Fall irreversible Gesundheitschäden drohen. Besonders gefährdet sind Hundewelpen großer Rassen. Wie wenig sich viele selbsternannte "Futterexperten" auskennen zeigt sich u.a. an der Unkenntnis allgemeingültiger Definitionen. Es wird davon abgeraten, "Tierische Nebenprodukte" zu verfüttern, aber gleichzeitig die Verwendung von Herz, Pansen und Leber empfohlen - der Definition nach sind das... hm... genau: tierische Nebenprodukte. Achten Sie bei Ernährungsberatern also auf die Qualifikation. Tierärzte lernen während ihrer Ausbildung Physiologie, Ernährungsphysiologie, Pathophysiologie, Tierernährung und Diätetik und werden in diesen Fächern streng geprüft. Ökotrophologen und humanmedizinische Diätberater kennen sich mit den spezifischen Ernährungsbedürfnissen des Menschen aus - die Ernährungsbedürfnisse des Hundes unterscheiden sich allerdings teilweise erheblich davon. Tiertrainer, Züchter, Tierheilpraktiker und Homöopathen verfügen im besten Falle über eine gewisse praktische Erfahrung. Im schlimmeren Fall verbreiten sie gefährliches Halbwissen, das sie aus Büchern oder bei anderen Laien gelernt haben.

Stellen Sie also sicher, daß Ihr Hund beim BARFen weder Mängel noch Vergiftungen erleidet und lassen Sie Ihre Ration seriös überprüfen. Gerne erstellen wir Ihnen alltagstaugliche Futterpläne mithilfe einer computergestützten Rationsberechnung. Seriöse Adressen dafür sind auch der Lehrstuhl für Tierernährung und Diätetik der Universität München und die Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik Frau Nathalie Dillitzer: www.futtermedicus.de

Hunderassen

Die vielen Hunderassen unterscheiden sich nicht nur äußerlich, sondern auch durch Verhaltenseigenschaften.

Deshalb sollte bei der Auswahl eines vierbeinigen Hausgenossen größter Wert darauf gelegt werden, daß der Charakter und die Bedürfnisse des Hundes optimal zu den eigenen Lebensumständen passen. Bewegungsbedürfnis, Jagdtrieb, Temperament, Führigkeit (das ist die Erziehbarkeit), Aggressionspotential etc. sollten bei der Auswahl eine mindestens so große Rolle spielen wie Größe, Körperform, Fellfarbe usw., denn Studien zeigen, daß zwischen verschiedenen Rassen große Verhaltensunterschiede bestehen: Persönlichkeit bei Retriever, Collie und Co. ( Artikel in der Neuen Züricher Zeitung)

Um den passenden Hund zu finden, kann man sich bei Besitzern der gewünschten Rasse, bei den entsprechenden Rassezuchtvereinen (die verschiedenen Rassen findet man mit Fotos und Beschreibungen beim Verband für das Deutsche Hundewesen unter www.vdh.de), auf Ausstellungen, Hundesportveranstaltungen und im Internet informieren. Auch wir beraten gern. Im Tierheim erhält man über die dort zur Vemittlung stehenden Hunde ausführliche Informationen.

Hundebücher

Die Auswahl an Hundebüchern ist unüberschaubar riesig.

Wir empfehlen Ihnen hier Hundebücher, die wir selber gern gelesen haben. Einige liegen in unserem Wartezimmer aus. Ausgewählte Bücher bieten wir auch zum Verkauf.

Das andere Ende der Leine

Von Patricia McDonnell. Eines der einleuchtendsten und sympathischsten Bücher darüber, wie Hunde ticken und wie man sie erzieht.
ISBN 3492253253

Hunde richtig füttern

Von Jürgen Zentek. Der renommierte Autor, Professor für Tierernährung und Diätetik, gibt einen hervorragenden Überblick über das extrem komplizierte Kapitel der richtigen Hundeernährung. Dies ist keine Sammlung von Kochrezepten (auch wenn es einige Fütterungsvorschläge gibt), sondern eine verständlich geschriebene Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen. Eine Futtermitteltabelle erleichtert die eigene Zusammenstellung von frischen Futtermitteln zu einer ausgewogenen Ernährung. (Da das äußerst kompliziert ist, empfehlen wir Ihnen unsere computergestützte Rationsberechnung.)
ISBN 3800159600

Wem das nicht ausführlich genug ist, dem sei vom gleichen Autor das Buch Ernährung des Hundes. Grundlagen - Fütterung - Diätetik empfohlen, 314 Seiten geballte Wissenschaft!

Der Hund. Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung

Von Dr. David Brunner und Sam Stall. Dieses Taschenbuch gibt auf originelle Art viele gute Tips rund um die Anschaffung, Haltung und Pflege eines Hundes. Der Stil entspricht einem Computerbuch. So findet man beispielsweise im Kapitel "Zusatzsoftware" nützliche Anleitungen zur Erziehung und im Kapitel "Veralterung und Deaktivierung" erstaunlich einfühlsame Zeilen zu Alter und Tod eines Hundes. Statt mit niedlichen Hochglanzbildern ist das Buch mit farbigen, informativen Grafiken illustriert. Ein Buch nicht nur für Computerfreaks!
ISBN 3442175283

Der Hundeführerschein. Sachkunde-Basiswissen und Fragenkatalog

Von Celina del Amo, Dr.med.vet. Renate Jones-Baade und Karina Mahnke. Dieses rund 120 Seiten umfassende Taschenbuch von drei bekannten Verhaltenstherapeutinnen und Hundetrainerinnen hilft bei der Vorbereitung auf den Hundeführerschein, den Sachkundenachweis oder den theoretischen Teil der Begleithundeprüfung. Auf kurze theoretische Kapitel folgt ein Fragenkatalog von 33 Seiten. Die 171 Fragen sind mit farbigen Verweisen auf die entsprechenden Kapitel gekennzeichnet. Ganz am Ende sind aber auch sämtliche Lösungen abgedruckt. Ein Buch für alle, die sich gezielt auf eine Prüfung vorbereiten wollen.
ISBN 3800182947